Druckdaten richtig anlegen
Die meisten Verzögerungen entstehen nicht in der Maschine, sondern davor. Fünf Punkte, die fast alle Rückfragen erledigen.
1. Anschnitt einplanen
Alles, was bis an den Rand gedruckt werden soll, muss über den Rand hinausgehen – üblicherweise drei Millimeter auf jeder Seite. Der Grund ist banal: Beim Schneiden bewegt sich der Stapel um Zehntelmillimeter. Ohne Zugabe entsteht an der Kante ein weißer Streifen.
Umgekehrt gilt: Wichtige Inhalte gehören mindestens drei Millimeter innerhalb der Schnittkante. Sonst wird der Text angeschnitten.
2. Im richtigen Farbraum arbeiten
Bildschirme zeigen RGB, gedruckt wird CMYK. Wer RGB-Daten liefert, überlässt die Umrechnung dem Zufall – und wundert sich, warum das leuchtende Blau vom Monitor auf dem Papier stumpf wirkt.
Legen Sie Ihre Daten gleich in CMYK an. Soll eine Farbe exakt getroffen werden, nennen Sie uns die Pantone-Nummer, statt sie nachzumischen.
3. Auflösung prüfen
300 dpi in der tatsächlichen Endgröße sind die Regel. Entscheidend ist der Zusatz „in Endgröße": Ein Bild mit 300 dpi, das im Layout auf das Doppelte vergrößert wird, hat effektiv nur noch 150.
Für Großformate – Banner, Plakate, Fahrzeugbeschriftung – gelten andere Werte, weil aus mehreren Metern Abstand betrachtet wird. Fragen Sie im Zweifel nach, bevor Sie Bilder aufwendig neu beschaffen.
4. Schriften einbetten oder in Pfade wandeln
Eine Schrift, die auf unserem System fehlt, wird durch eine andere ersetzt – und das Layout verrutscht. Betten Sie Schriften in die PDF-Datei ein oder wandeln Sie sie in Pfade um. Bei Logos ist die zweite Variante die sicherere.
5. Als PDF/X liefern
PDF/X ist ein Standard, der genau für den Druck gemacht wurde: Er erzwingt eingebettete Schriften, definierte Farbräume und verbietet, was in der Produktion Probleme macht. Fast jedes Layoutprogramm kann so exportieren.
Was wir ohnehin prüfen
Bevor die Maschine läuft, sehen wir uns Ihre Daten an: Anschnitt, Farbraum, Auflösung, Schriften, Überdrucken-Einstellungen. Fällt etwas auf, melden wir uns – lieber ein Anruf vorher als eine Auflage, die keiner brauchen kann.
Sie haben keine druckfertigen Daten? Dann übernehmen wir die technische Umsetzung. Auch das ist Teil unserer Arbeit in der Druckvorstufe.