Was ein Corporate Design umfasst
Ein Logo ist noch kein Corporate Design. Was dazugehört, warum es sich rechnet und woran Sie merken, dass eines fehlt.
Woran man merkt, dass eines fehlt
Auf der Visitenkarte ist das Logo blau, auf der Website etwas violetter, auf dem Transporter deutlich dunkler. Der Briefbogen nutzt eine Schrift, die sonst nirgends vorkommt. Und jedes neue Dokument sieht anders aus, weil niemand mehr weiß, wie das letzte entstanden ist.
Das ist kein Geschmacksproblem. Es kostet jedes Mal Zeit, weil bei jedem neuen Auftrag von vorn entschieden wird.
Was dazugehört
Logo und seine Regeln
Nicht nur die Datei, sondern die Regeln dazu: Mindestgröße, Schutzraum, erlaubte Farbvarianten, was auf dunklem Grund passiert und was verboten ist. Ein Logo ohne Regeln wird binnen zwei Jahren verzerrt, umgefärbt und beschnitten.
Farben mit festen Werten
Für jede Farbe vier Angaben: HEX für den Bildschirm, RGB, CMYK für den Druck und – wenn es exakt sein muss – die Pantone-Nummer. „So ein Blau wie beim letzten Mal" ist keine Farbdefinition.
Schriften und ihre Verwendung
Meist eine Schrift für Überschriften, eine für Fließtext. Dazu die Regel, welche Schnitte wofür verwendet werden. Wichtig ist auch die Lizenzfrage: Nicht jede Schrift darf man drucken, einbetten und auf einer Website verwenden.
Geschäftsausstattung
Briefbogen, Visitenkarte, Mappe, Rechnungsvorlage, E-Mail-Signatur. Das ist der Teil, an dem sich zeigt, ob das Regelwerk in der Praxis funktioniert.
Bildsprache
Der am häufigsten vergessene Punkt. Welche Motive passen, welche nicht – und wie sehen sie aus? Farbig oder gedeckt, sachlich oder inszeniert, mit Menschen oder ohne. Ohne diese Festlegung fällt jedes Bild aus dem Rahmen.
Warum sich das Regelwerk rechnet
Weil jede Einzelentscheidung, die einmal getroffen wurde, danach nicht mehr getroffen werden muss. Wer eine neue Broschüre braucht, schlägt nach statt zu diskutieren. Das spart bei jedem einzelnen Auftrag Abstimmungszeit.
Der zweite Effekt ist der Wiedererkennungswert. Ein einheitlicher Auftritt vermittelt Kunden Sicherheit – und stärkt die Identifikation der eigenen Mitarbeiter mit dem Unternehmen.
Wie wir vorgehen
Am Anfang steht ein Gespräch: Was macht das Unternehmen aus, wer sind die Kunden, wie soll es wirken? Erst danach wird gestaltet. Wer mit der Form beginnt, baut später um.
Am Ende steht ein Dokument, das die Regeln festhält, und ein Satz Dateien in allen benötigten Formaten. Beides so, dass auch jemand damit arbeiten kann, der beim Entstehen nicht dabei war.