Fahrzeugbeschriftung: was vorher zu klären ist
Ein beschrifteter Transporter fährt jeden Tag an tausenden Leuten vorbei. Sechs Punkte entscheiden darüber, ob er dabei gut aussieht – und ob die Folie hält.
1. Wie viel Fläche?
Zwischen einem Schriftzug an der Fahrertür und einer vollflächigen Folierung liegt der halbe Preis – und eine ganz andere Wirkung.
Teilbeklebung heißt: Logo, Firmenname, Telefonnummer, vielleicht ein Leistungsstichwort. Reicht für die meisten Handwerksbetriebe völlig aus und ist am Fahrzeug oft die ruhigere Lösung.
Vollfolierung ändert die Fahrzeugfarbe komplett. Sinnvoll, wenn der Wagen ein rollendes Aushängeschild sein soll oder wenn die Serienfarbe nicht zum Erscheinungsbild passt. Teurer, aufwendiger in der Verarbeitung – und beeindruckender.
Ein häufiger Denkfehler: mehr Text bringt mehr. Ein Fahrzeug wird im Vorbeifahren gelesen, in zwei bis drei Sekunden. Was in dieser Zeit nicht hängen bleibt, hätte man sich sparen können. Firmenname, Gewerk, Telefonnummer – das reicht fast immer.
2. Leasing oder Eigentum?
Bei Leasingfahrzeugen kommt es auf die Rückgabe an. Wir verwenden Folien, die sich rückstandsarm abziehen lassen – der Lack darunter bleibt unversehrt und ist nach Jahren oft besser erhalten als der Rest, weil die Folie ihn vor UV-Licht geschützt hat.
Trotzdem gilt: Werfen Sie vorher einen Blick in den Leasingvertrag. Manche Verträge regeln Beklebung ausdrücklich, und es ist unangenehm, das erst bei der Rückgabe zu erfahren.
3. Wie ist der Lack?
Folie klebt auf dem, was da ist. Drei Fälle machen Probleme:
- Frischer Lack. Neu lackierte Flächen gasen noch aus. Wer zu früh beklebt, bekommt Blasen. Nach einer Neulackierung sollten einige Wochen vergehen.
- Beschädigter Lack. Rost, Abplatzer und tiefe Kratzer bleiben unter der Folie – und arbeiten dort weiter. Was repariert werden soll, wird vorher repariert.
- Wachs und Versiegelung. Genau das, was Folie am Kleben hindert. Deshalb wird jedes Fahrzeug bei uns vor der Beklebung gereinigt und entfettet.
4. Welche Daten brauchen wir?
Das Logo als Vektordatei – EPS oder AI. Der Plotter schneidet entlang von Pfaden; aus einem Foto vom Briefbogen kann er nichts schneiden. Liegt nur ein Pixelbild vor, zeichnen wir das Logo nach, das gehört dann ins Angebot.
Zum Fahrzeug brauchen wir den genauen Typ mit Baujahr und Radstand. Für die gängigen Modelle gibt es Maßvorlagen; damit lässt sich der Entwurf fahrzeuggenau anlegen, statt am Objekt zu improvisieren. Ein Foto von der Seite, schräg von vorn und schräg von hinten hilft zusätzlich.
5. Wie lange soll es halten?
Gute Folie hält bei normaler Nutzung fünf bis sieben Jahre. Entscheidend ist weniger das Material als der Umgang: Ein Fahrzeug, das nachts in der Halle steht, überlebt eines, das ganzjährig in der Sonne parkt, deutlich.
Zur Pflege genügt normales Waschen. Beim Hochdruckreiniger gilt: Abstand halten und nicht direkt auf die Kanten zielen – dort ist die Folie am empfindlichsten. Waschstraßen mit harten Bürsten sind auf Dauer keine gute Idee.
6. Wann passt der Termin?
Fahrzeuge kommen zu uns in die Werkstatt in Merzenich. Das hat einen praktischen Grund: Folie will Temperatur und keinen Staub. Auf dem Hof des Kunden lässt sich beides nicht herstellen, und man sieht es dem Ergebnis an.
Rechnen Sie je nach Umfang mit einem halben bis ganzen Tag, bei Vollfolierung mit mehreren. Das Fahrzeug sollte sauber und leer sein – Dachträger, Leitern und Aufbauten müssen für die Bearbeitung ohnehin herunter.
Und wenn es mehr als Folie sein soll
Beschriftung, Schilder und Banner machen wir hier. Für alles, was tiefer in die Folierung geht – Car Wrapping, Lackschutz, Scheibentönung, Sicht- und Sonnenschutz –, sitzt Porschen Foliendesign unter derselben Anschrift. Sie müssen dafür niemanden zusätzlich suchen.